Wanderung im Hunsrück
von Schneppenbach zum Teufelsfels
notiert von Hotti

15. Mai 2016


Wie bereits im letzten Jahr fand auch dieses Jahr unsere Mai-Wanderung im Hunsrück statt. Die von Thomas geführten Hunsrück-Wanderungen sind landschaftlich immer etwas ganz besonderes und bieten von allem etwa. Schmale Pfade, weite Fernsichten und zum Abschluss stets eine hervorragende Abschlusseinkehr. Da nehmen wir gerne den etwas längeren Anfahrtsweg mit dem Auto in Kauf, der ab Wiesbaden etwa 1 Stunde beträgt.

Als eine besondere Herausforderung gestaltete sich die Organisation im Vorfeld. Anfang der Woche waren wir eine überschaubares Grüppchen mit vier Teilnehmern. Am Freitag hatte ich dann fünf Zusagen. Diese Zahl konnte ich unserem Wanderleiter melden, der dann auch direkt im Lokal angerufen hatte um die Plätze zu reservieren. Samstagmorgen folgten spontan noch zwei Nachmeldungen, also die nächste Mail an den Wanderleiter. Mittags dann noch eine Nachmeldung und am Spätnachmittag die letzte Nachricht eines weiteren Teilnehmers, womit wir nun eigentlich zu neunt gewesen wären. Also erneuter Anruf in der Gaststätte, dass wir nun ein paar mehr sein werden.

Eigentlich? Genau, denn einer entschied sich dann am Sonntagmorgen doch dazu nicht mit zuwandern.

Mitgezählt? Richtig, nun waren wir zu acht, wovon sich sieben am Wiesbadener Treffpunkt getroffen hatten, wobei es auch hier zunächst galt, die Hürde einer Vollsperrung der Autobahn samt Umleitung zu meistern. Die Autobahn von Mainz nach Wiesbaden war in Höhe des Schiersteiner Kreuzes gesperrt. Aber auch das hatten alle perfekt hinbekommen.

Wobei der Wiesbadener Treffpunkt eigentlich gar nicht mehr der beste ist, kommen doch die meisten der Wanderer inzwischen aus Mainz. Das heißt, für die Zukunft wäre ein weiterer Treffpunkt in Mainz sehr sinnvoll, um den Teilnehmern die Fahrt nach Wiesbaden zu ersparen. Daran sollte ich mal arbeiten.

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Noch sind wir alle Fit und munter für die bevorstehende Strecke!

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Schöner Weg auf dem Weg nach Schlierschied!

Nun gut, bis auf einen waren also alle nach Wiesbaden gekommen, wo wir uns auf zwei Autos aufteilten und kurz darauf zu unserer Fahrt in den Hunsrück aufgebrochen sind. Bis Rheinböllen über die Autobahn, dann über die Bundesstraße und schließlich über die Landesstraße bis nach Schneppenbach, dem Ort mit ca. 240 Einwohnern. Ich hatte noch meine Zweifel ob unser letzter Teilnehmer den Parkplatz finden würde, an dem wir uns treffen sollten, da die Beschreibung hierzu sehr spärlich ausgefallen war. Doch dies war kein Problem, denn er stand bereits dort als wir eintrafen. Komplett, die Wanderung konnte starten.

Nicht gleich, denn einige wechselten zunächst noch die Schuhe, doch dann ging es los.

Zunächst einmal ganz gemächlich auf einem Feldweg umsäumt von herrlich gelben Rapsfeldern wohin man auch schaute. Schon bald kamen wir in den Wald. Diesem Weg folgten wir bis zur Straße, der wir nun ein kurzes Stück folgten. Was nicht weiter schlimm war, denn der Verkehr hielt sich in Grenzen. Nach dem Überqueren der Straße folgten wir dem Weg ein kleines Stück, dann ging es aber auch schon nach links mit einer Umrundung des Lichtenkopf.

Etwas mehr als 5 Kilometer hatten wir bereits zurück gelegt, als wir Schlierschied erreichten. Der Ruf nach einer Pause wurde laut, schließlich waren wir, die Fahrzeit von Wiesbaden eingerechnet, schon eine Weile unterwegs. Ein Spielplatz mit einer Tischgruppe drängte sich förmlich auf, dies genau hier und jetzt zu machen.

Rasch war die Vesper ausgepackt. So genau wusste ja keiner, bis auf unseren Wanderleiter, ob wir noch einmal Gelegenheit dazu bekommen würden.

Allerdings lud das Wetter nicht gerade zum längeren Verweilen ein, so dass die ersten bereits aufgestanden waren, während einige noch in ihr Schinkenbrot bissen. Die Rast war dann auch nach etwa 15 Minuten zu Ende, zu kalt blies der Wind.

Bild 3

Nein, hier ist keiner Ratlos und wir diskutieren auch nicht über den Weg!

Bild 4

Wir sind noch immer auf dem Weg nach Schlierschied!

Nun gut, bis auf einen waren also alle nach Wiesbaden gekommen, wo wir uns auf zwei Autos aufteilten und kurz darauf zu unserer Fahrt in den Hunsrück aufgebrochen sind. Bis Rheinböllen über die Autobahn, dann über die Bundesstraße und schließlich über die Landesstraße bis nach Schneppenbach, dem Ort mit ca. 240 Einwohnern. Ich hatte noch meine Zweifel ob unser letzter Teilnehmer den Parkplatz finden würde, an dem wir uns treffen sollten, da die Beschreibung hierzu sehr spärlich ausgefallen war. Doch dies war kein Problem, denn er stand bereits dort als wir eintrafen. Komplett, die Wanderung konnte starten.

Nicht gleich, denn einige wechselten zunächst noch die Schuhe, doch dann ging es los.

Zunächst einmal ganz gemächlich auf einem Feldweg umsäumt von herrlich gelben Rapsfeldern wohin man auch schaute. Schon bald kamen wir in den Wald. Diesem Weg folgten wir bis zur Straße, der wir nun ein kurzes Stück folgten. Was nicht weiter schlimm war, denn der Verkehr hielt sich in Grenzen. Nach dem Überqueren der Straße folgten wir dem Weg ein kleines Stück, dann ging es aber auch schon nach links mit einer Umrundung des Lichtenkopf.

Etwas mehr als 5 Kilometer hatten wir bereits zurück gelegt, als wir Schlierschied erreichten. Der Ruf nach einer Pause wurde laut, schließlich waren wir, die Fahrzeit von Wiesbaden eingerechnet, schon eine Weile unterwegs. Ein Spielplatz mit einer Tischgruppe drängte sich förmlich auf, dies genau hier und jetzt zu machen.

Rasch war die Vesper ausgepackt. So genau wusste ja keiner, bis auf unseren Wanderleiter, ob wir noch einmal Gelegenheit dazu bekommen würden.

Allerdings lud das Wetter nicht gerade zum längeren Verweilen ein, so dass die ersten bereits aufgestanden waren, während einige noch in ihr Schinkenbrot bissen. Die Rast war dann auch nach etwa 15 Minuten zu Ende, zu kalt blies der Wind.

Bild 5

Angekommen, unsere erste Rast!

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Ohje, was ist denn da passiert? Schlechte Stimmung?

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Aber nein! Es war nur eine Ansage!

Wegen der vielen Steine und der anzuwendenden Vorsicht brauchten wir schließlich für diese etwas über 2 Kilometer auch ungefähr 45 Minuten. Gottlob gab es keine Stürze sondern nur Flüche.

Am Teufelsfels, dem eigentlichen Höhepunkt unserer Wanderung lud ein Aussichtsturm zur Besichtigung ein. Rasch waren die Treppen erklommen und tatsächlich hatten wir eine grandiose Fernsicht. Laut Wanderbeschreibung sollte man von hier oben 44 Dörfer sehen können. Auch der Blick bis zum Donnersberg, der Eifel und sogar den Odenwald sollte einem hier oben geboten werden. Ob wir das alles auch so gesehen beziehungsweise wahr genommen haben, kann ich offen gesagt nicht beantworten. Ich fand die Sicht einfach nur toll, egal was ich da gesehen hatte.

Thomas bekam hier von einem Wanderteilnehmer den ersten Preis für den schlechtesten Wanderweg des Jahres. So unterschiedlich können die Ansichten sein. Für mich war gerade dieser Weg einer der schönsten Wege des Jahres.

Leider begann es nun etwas zu regnen. Eigentlich waren wir ja an der richtigen Stelle und hätten uns im Turm unterstellen können, doch war es nur ein kurzer Schauer.

Der Blick auf die Uhr sagte auch, dass wir weiter gehen sollten. Schließlich hatte Thomas für 17 Uhr unsere Abschlusseinkehr reserviert. Während der ganzen Wanderung war Thomas immer der Meinung gewesen, dass wir zu früh ankommen würden, doch hier am Teufelsfels mussten wir nun feststellen, dass wir nahezu optimal in der Zeit lagen.

Die Steine ließen wir nun hinter uns und machten uns, dem Soonwaldsteig weiter folgend, auf den Weg zurück nach Schneppenbach. Kurz vor dem Ort wechselten wir noch einmal vom Soonwaldsteig auf den Hunsrückhöhenweg, einem schönen Wiesenweg, der allerdings noch einmal recht matschig und teilweise durch Wildschweine aufgewühlt war. Alleine hätte ich hier wohl angesichts meiner Wildscheinphobie wieder richtig Panik bekommen. Es war aber alles gut, Familie Wildschein war da geblieben, wo sie hingehörte, im Schutz des Waldes, wir blieben auf dem Weg und so kamen wir alle Gesund und munter in Schneppenbach an.

Am Auto angekommen stoppte ich mein GPS-Gerät und machte die Auswertung. Nach dem Gerät waren es insgesamt 12,8 Kilometer, die wir zurück gelegt hatten. Ein Teilnehmer hatte ebenfalls die Strecke mit seinem Smartphone aufgezeichnet und kam auf 16,8 Kilometer.

So liegt die Wahrheit in der Mitte. Tatsächlich waren es nach Auswertung der Tour am PC etwa 15 Kilometer, die wir in 5 Stunden mit Abzug von etwas über dreißig Minuten für Pausen zurück gelegt hatten. Damit liegen wir wahrscheinlich etwas über dem normalen Wanderdurchschnitt, denn zusammen gerechnet haben wir im Durchschnitt für einen Kilometer 17 Minuten benötigt.

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Frisch fromm und frei eilen die Jungens herbei!

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Da gibt es was zu sehen, aber am Teufelsfels wurde es dann noch besser!

Dafür haben wir uns aber ausreichend Zeit für diese Tour genommen und konnten traumhafte Sichten genießen ohne das wir hetzen mussten.

Doch zu Ende war dieser schöne Tag mit dem Erreichen des Autos noch nicht. Schließlich hatten wir ja noch die Abschlusseinkehr.

Am Auto wechselten wir erst einmal die Schuhe, teilweise wurde auch noch verschwitzte T-Shirt gegen ein trockenes ausgetauscht, bevor wir im Konvoi, bestehend aus drei Fahrzeugen in den nächsten Ort fuhren, wo für den Abschluss reserviert war.

Etwas später als geplant trafen wir im Gasthaus ein, was aber kein Problem war. Der perfekte Abschluss bei superleckerem und reichlichem Essen!

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Wahnsinn! So etwas habe ich in dieser Menge noch nicht gesehen!

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Uns wurde nicht zuviel versprochen! Eine geniale Sicht nach überall!

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Beinahe hätten wir das Gruppenfoto vergessen!

Danach war es tatsächlich vorbei. Wieder eine wunderschöne Wanderung im Hunsrück, die Thomas für uns vorbereitet hat. Ganz bestimmt werde ich Thomas auch für das nächste Jahr, dem dann übrigens 20. Jahr der Streetmillboys, bitten, eine Tour im Hunsrück vorzubereiten.

Und nein, der Wanderweg war nicht der schlimmste, sondern einer der schönsten!

Sogar das Wetter hatte während unserer Wanderung mitgespielt. Lediglich zwei sehr kurze Schauer, für die wir nicht einmal den Schirm aufspannen mussten, hatten wir im Laufe des Tages. Der Guss auf der Fahrt nach Schneppenbach hatte es viel mehr in sich, und da saßen wir im Auto.

Gegen viertel nach acht nach einer Fahrt durch das Nahetal hatten wir unseren Treffpunkt in Wiesbaden erreicht. Und den Mainzern sei versprochen, ich werde mich bis zur nächsten Tour in Rheinland-Pfalz intensiv um einen Treffpunkt für Euch in Mainz bemühen, so dass ihr nicht erst nach Wiesbaden und dann wieder zurück nach Mainz müsst!

Wanderleitung: Thomas Römer

Bericht und Bilder: Hotti