Wanderung von Martinstein nach Kirn an der Nahe
notiert von Hotti

13. März 2016


Am Sonntag 13. März 2016 trafen sich drei mutige Wanderer der Streetmillboys um zu einer unvorgewanderten Tour aufzubrechen.

Bevor wir mit unserer Wanderung starten konnten stand zunächst einmal eine längere Bahnfahrt von Wiesbaden über Mainz nach Martinstein auf dem Programm.

Am ersten Treffpunkt in Wiesbaden hatten wir mit zwei Wanderern bereits über die Hälfte der Gesamtteilnehmerzahl erreicht, denn in Mainz wurden wir lediglich von einem weiteren Wanderer verstärkt. Die Streetmillboys entwickeln sich immer mehr zu einer kleinen Stubenwandergruppe, was jetzt nicht negativ ausgelegt werden soll.

Nach einer Fahrzeit von etwas über einer Stunde und einer tollen Fahrt durch das Nahetal hatten wir schließlich den Ausgangspunkt unserer Wanderung, Martinstein, erreicht.

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Nanu, wo kommen die beiden denn da her?

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Kaum zu glauben, hinter dem Kreuz geht es steil hinunter!

Es folgte eine kurze Orientierung wo denn der Weg lang führen würde. Warum brauchen meine GPS Geräte auch immer so lange, bis sie startklar sind. Da die grobe Richtung klar war konnten wir schon mal loswandern.

Inzwischen war auch das GPS Gerät einsatzbereit, was es allerdings nicht einfacher machte, wie wir kurz darauf merkten. Wie in der Ankündigung dieser Wanderung beschrieben ging es anfangs tatsächlich mächtig hinauf. Eine Wegemarkierung, die zu unserem Weg passte war auch sichtbar. Und genau diese Markierung wies uns den Weg. Da gab es zwar noch einen weiteren Weg in die entgegengesetzte Richtung, doch dieser deutete nicht darauf hin, dass er der richtige sei.

So folgten wir dem Wegweiser in die andere Richtung. Doch irgendwie lies mich dies schon ein wenig stutzig werden, denn wir wanderten genau entgegengesetzt unserem Ziel. Auch der Blick auf das GPS-Gerät verhieß nichts Gutes. Wir waren in die falsche Richtung gewandert. Kein Problem, den nächsten Weg nach links, darauf wieder nach links und schon waren wir wieder in der richtigen Spur.

Kurz darauf trafen wir dann auch wieder auf einen Wegweiser, welcher uns in die diesmal richtige Richtung führte. Das GPS war zwar immer noch nicht zufrieden, doch ich verließ mich nun auf die grobe Richtung, die ich im Kopf hatte.

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Ein kleiner Blick in die Ferne

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Aufstieg aus dem Simmertal

Unsere Markierung führte uns nun ins Simmertal. Das war zwar so nicht geplant, aber schön war es dennoch. Obwohl ich zugeben muss, dass ich teilweise schon Zweifel hatte, dass wir tatsächlich auf dort raus kommen würden, wo ich eigentlich lang wandern wollte. Doch auf dem GPS war dieser Weg eingezeichnet und der Weg auf dem wir uns gerade befanden sollte nach einer Weile auf den von mir ursprünglich gewählten Weg stoßen. Und genau dies passierte dann auch. Wir hatten meinen Weg erreicht und wanderten nun oberhalb der Nahe auf dem Nahehöhenweg dem Ort Simmertal entgegen. Es geht doch nichts über so ein bisschen Abenteuerlust. Und im Laufe der letzten Jahre habe ich doch meine Orientierung weiterentwickelt.

Aber zurück zu unserer Wanderung. Kurzer Rückblick, wir waren gerade im Ort Simmertal angekommen, den wir durchquerten und auf der anderen Seite nun streng nach oben wandern mussten.

Nun erreichten wir Schloß Dhaun, wo wir eine kleine Schlossbesichtigung mit gleichzeitiger Rast machten. Von hier oben rätselten wir, welchen Ort wir in der Ferne wohl erkennen würden. Ich tippte immer wieder auf Martinstein, doch es könnte auch Simmertal gewesen sein. Dieses Rätsel werden wir wohl nie lösen können. Ich hatte mich in meiner Annahme auf einen Discounter gestützt, den ich in der Ferne erkannte und den ich in Martinstein erkannt hatte. Meine Begleiter waren der Meinung, dass dies nicht sein könne, denn da würde ja der Berg dazwischen liegen.

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Stehen zwei auf dem Brücklein

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Schloß Dhaun kurz vor uns

Vom Schloß aus wanderten wir noch weiter hinauf vorbei an der Volkssternwarte auf einen Höhenweg. Arg windig war es hier oben auf der Höhe, so dass wir froh waren, als wir uns endlich auf den Abstieg Richtung Kirn machen konnten.

Bevor wir den Ortskern erreicht hatten fielen uns viele Senioren mit ihren Rollatoren auf und gleich darauf sahen wir auch eine Altenwohnanlage, nicht schön, aber mit schöner Aussicht. Doch fragten wir uns, wie die Leutchen denn von hier oben herunter in die Stadt Kirn kommen würden, denn die Straße war recht steil und für einen Senior weder auf noch ab wirklich zu schaffen ohne das Risiko einer Verletzung einzugehen. Auch dies wird für uns nach wie vor ein Rätsel bleiben, es sei denn, wir wiederholen diese Wanderung und sprechen dann jemanden an.

Zumindest schafften wir die steile Straße nach unten und standen bald darauf vor dem Kirner Bahnhof, wo es nun verschiedene Optionen gab.

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Unser Gruppenfoto mit der ganzen Gruppe

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Und noch ein Gruppenfoto

Eine war, in die nächste Bahn zu steigen um direkt nach Hause zu fahren, die andere war, sich eine Einkehrmöglichkeit zu suchen um den Wandertag noch gemütlich ausklingen zu lassen.

Entgegen der letzten Wanderung im Odenwald, wo uns der Gastwirt einen Strich durch die Abschlusseinkehr gemacht hatte, entschieden wir uns heute dafür, das in der Nähe des Bahnhofs gelegene Café zu besuchen. Obwohl Sonntag war fanden wir noch einen netten Platz. Jetzt noch rasch den Kuchen auswählen und dann allmählich die gerade erlebte Wanderung verarbeiten.

Mit so leckerem Kuchen konnte eine Wanderung gut ausklingen. Wir hatten uns entschieden, den Regionalexpress um kurz nach fünf nach Mainz zu nehmen, so dass wir in aller Ruhe um kurz nach halb fünf bezahlten, noch einen kleinen Schlenker in Kirn machten um dann ganz gemütlich zum Bahnhof zu laufen.

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Ganz schön bewölkt war es

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Und windig war es noch dazu, wie die beiden Kapuzenmänner es beweisen

Die Bahn kam pünktlich, und, was ich nicht geglaubt hätte, wir fanden sogar noch einen Platz in der Bahn. Und zu guter Letzt hatten wir dann auch noch einmal Glück. Die S-Bahn nach Wiesbaden hatte Verspätung, sodass wir diese dann auch noch erreichten und damit eine halbe Stunde früher in Wiesbaden angekommen waren.

Hinter uns lag ein schöner Tag, mit schöner Wanderung, und es war auch gar nicht schlimm, dass diese Tour nicht vorgewandert war. So blieb das Abenteuer und der Hauch des Neuen nicht auf der Strecke. Das Naheland und auch Kirn ist wirklich schön. Bestimmt war es nicht unsere letzte Wanderung in dieser tollen Umgebung.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti