Wanderung von Rauenthal nach Wi-Kohlheck
notiert von Hotti

11. Dezember 2016


Die letzte Wanderung der Streetmillboys im Jahr 2016 führte uns von Rauenthal nach Schlangenbad und weiter zum Chausseehaus zum traditionellen Ziel in Wiesbaden-Kohlheck.

Am ersten Treffpunkt, den die meisten ausgewählt hatten, in Wiesbaden - Kohlheck hieß es zunächst die Abfahrt des Busses abzuwarten. Denn mit diesem führte unsere Fahrt zunächst zum Wiesbadener Hauptbahnhof, wo wir einen weiteren Teilnehmer begrüßen konnten und den Bus nach Rauenthal besteigen konnten.

Die Fahrt nach Rauenthal dauerte etwa vierzig Minuten und irgendwie hatte ich heute das Gefühl, dass sich die Fahrt zog.

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In dieser Jahreszeit wirkt selbst ein Premiumweg trostlos

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gleicher Weg vier Wochen früher

Endlich waren wir in Rauenthal angekommen und los ging es mit unserer Wanderung. Von der Haltestelle mussten wir erst einmal einige Meter zurück laufen um auf den Premiumwanderweg Rauenthaler Spange zu gelangen, der uns für eine kleine Weile begleiten sollte.

Hier hatte man einen traumhaften Blick hinab ins Tal. Doch schon bald verließen wir den Premiumweg und wechselten auf den nächsten, den Rheinsteig. Ab und an öffnete sich die Natur für uns und bot einen Blick auf Georgenborn, einem Schlangenbader Ortsteil. Allerdings hatte dies auch einen Wermutstropfen, denn je besser die Sicht wurde, um so lauter hörten wir die Verkehr der Bundesstraße.

Über enge Pfade schlängelten wir uns Richtung Schlangenbad. Kurz vor dem Ort dann ein Orientierungsfehler von mir. Von der Vorwanderung her wusste ich, dass wir rechts abbiegen mussten, doch hatte ich den Gedanken an falscher Stelle, so dass wir erst einmal falsch abbogen.

Wir waren bereits einige Meter hinunter gewandert, bis ich mir immer unsicherer wurde, ob dies denn der richtige Weg sein würde. Doch dann war ich mir sicher, hier waren wir nicht ganz richtig. Zwar wären wir hier auch nach Schlangenbad gekommen, doch hatte ich von einer anderen Wanderung im Sinn, dass dies kein besonders schöner Weg war.

Ich gestand den Irrtum ein und veranlasste den geordneten Rückzug auf gleichem Wege, nun eben wieder hinauf.

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Mammutbaum auf Abwegen?

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Blick in die Ferne


Wenig später waren wir dann an Schlangenbader Schwimmbad angekommen und hatten wieder den geplanten Weg erreicht.

Einige Treppen führten hinunter nach Schlangenbad. Hinter dem Parkcafé kamen wir heraus.

Früher war Schlangenbad wohl mal ein wunderbarer Kurort, in dem noch viel los war, doch heute sieht es hier ziemlich düster aus. Unser Stammcafé hier im Ort hatte bereits vor einiger Zeit geschlossen. Glücklicherweise war mir jedoch bei der Vorwanderung ein neues Café aufgefallen, welches sich für eine Zwischeneinkehr anbot.

Normalerweise machen dies die Streetmillboys ja eher selten, während der Wanderung einzukehren. Doch im Winter macht dies durchaus Sinn.

Und diese Einkehr hatte sich gelohnt. Ein wunderschönes kleines Café hatte hier neu eröffnet. Keine Torten, dafür aber hausgemachter Zupfkuchen, Schmandkuchen und auch Käsekuchen.

Zwar nicht ganz so günstig, aber auch ein schönes Ambiente hat seinen Preis.

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Blick auf Georgenborn

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Eigentlich ein netter Ort

Nach etwas weniger als einer Stunde machten wir uns schließlich wieder auf den Weg. Jetzt stand der anstrengendste Abschnitt dieser Tour bevor. Der Anstieg von Schlangenbad nach Georgenborn.

Doch auch dies brachten wir alle gut hinter uns. Der Weg führte uns durch den Ort Georgenborn hindurch bis hinauf zum Friedhof.

Hier schlug ich noch einmal vor, eine kurze Rast zu machen, bevor wir uns auf die letzte Etappe dieser Tour begaben.

Diese Etappe führte uns nun vom Georgenborner Friedhof bis zum Chausseehaus. Früher war dies eine Waldgaststätte, heute kann man sich dort für Events einmieten. Schade, dass immer mehr Waldlokale entweder schließen oder sich dort die gehobene Gastronomie breit macht, und der normale Wanderer sich nicht mehr wohlfühlt.

Wir ließen das Chausseehaus rechts liegen und wanderten nun ins Weilburger Tal, welches wir für einen Moment durchwanderten. Bald zweigte unser Weg nach links ab, nach einer kurzen Steigung ging es dann auch schon wieder nach unten.

Vorbei am Forsthaus Langendellschlag wanderten wir durch den Wald am Langendellschlag.

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Rast am Friedhof in Georgenborn

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Kleiner Blick auf den Friedhof

Das Ende unserer Wanderung näherte sich. Der erste verabschiedete sich bereits, da er nicht an der Abschlusseinkehr teilnehmen wollte und machte sich auf den Weg zur hier nahegelegenen Bushaltestelle. Zwei weitere folgten ihm um ihre Autos zu holen, damit sie nach der Abschlusseinkehr direkt den Heimweg antreten konnten.

Für den Rest hieß es, sich auf eine letzte Steigung einzustimmen, die nach kurzer Zeit folgte und die letzte des Tages sein sollte, doch dafür hatte sie es in sich.

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Ganz da hinten ist Wiesbaden

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Ich liebe Tierbilder

Bald darauf waren wir am Gasthaus angekommen. Beinahe wäre es schiefgegangen. Die Kellnerin fragte, ob wir reserviert hatten, was wir diesmal verneinen mussten. Sie erklärte uns, dass es besser wäre, gerade Sonntags bei acht Personen einen Tisch zu reservieren. Okay, der Anschiss war angekommen. In den vergangenen Jahren hatte ich auch immer brav reserviert.

Bei gutem Essen und Trinken ging damit ein schöner Wandertag zu Ende. Schön war auch, dass unsere Lieblingsbedienung ihre Spätschicht angetreten hatte und für uns zuständig war.

Fazit: Schöne, etwa 14 Kilometer lange Streckenwanderung, mit einigen tollen Fernblicken auf den Donnersberg, ins Rheinhessische und den Taunus.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti